Modellbau, Helikopter


Umbau eines Walkera  CB 180LM auf eine Agusta Bell 47G-3B1

Ein neuer  Walkera  CB180LM

wird auf eine weiße  Agusta-Bell 47G-3B-1 ( SO soll er ausschauen ( http://www.airport-data.com/aircraft/photo/397151.html ) umgebaut.

Das Ziel ist es, die Technik des CB180LM bestmöglich  mit  echtem  Aussehen  zu  verbinden.

Also so "scale" als möglich.

Anfang Mai  2012  sollte der  1. Testflug stattfinden - und so hoffe ich - den Hubi  heil auf die Erde zurückzubringen. ;-)

 

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Nach rund 330 Stunden Bau und oftmaligen Änderungen habe ich die Agusta Bell 47G - 3B-1, seit mitte  Juni 2012 fertig.

Und sie fliegt. ;-)  s. Video http://www.rcmovie.de/video/c3122372779e1ea1441d/Bell-Agusta-47-G-3B-1

Die meiste Arbeit – mit 58 Stunden - verschlang das Formen und Ziehen der Kanzel. Als  Material verwendete ich 1mm starkes VIVAK.

Bei der Kanzel war das Problem, sie als GANZES zu ziehen, damit keine Naht entsteht (ist beim Original auch nicht so)  Das ist mir auch gelungen. Beim herausschälen von der Form, habe ich  sie unterhalb aufgeschnitten, und konnte sie so – mit großer Vorsicht -  von der Form lösen.

Anstatt lackiert, habe ich sie beklebt. Und zwar mit Folie, die für das Bekleben von Autos verwendet wird. Im Corel-Draw habe ich sie vorher gezeichnet und an die Haube angepasst.

Danach die Umrisse ausgedruckt zugeschnitten und aufgeklebt.

Die Oliboxen (die eigentlich Zusatz-Tanks sind)  habe ich auch  selber  - zweiteilig - gezogen und dann verklebt. Die Beschriftung wurde auf  einen  selbstklebenden Klarsicht-Bogen gedruckt. 

Der Heckausleger  vom LM wurde im vorderen Viertel abgeschnitten. Der vordere Teil neu konstruiert und angebaut. Verklebt wurden die Karbonhohlstäbe  mit Karbonkleber und Superkleber.

Das Landegestell für die Bell  aus zwei  Landegestellen vom  LM zu fertigen, war keine Hexerei.

51 Stunden benötigte ich für die Konstruktion des Antriebsstrangs für den Heckrotor, inkl. des  Umbaus der Motorhalterung für den Heckmotor inkl. Kühlkörper.

Aufwendig war das  Suchen  einer  Lösung  einer Verbindung zwischen der Antriebswelle  ( 1,2mm Karbonstab, 6fach gelagert  mit  3mm Kugellager  Durchmesser  vom Walkera 5#6)  auf dem Heckausleger und des  - nun umgebauten - schräg  nach oben angeordneten Getriebehalterung  für den Heckrotor.

Kardangelenke mit 3 oder 4mm Durchmesser waren nicht zu finden.

Die Lösung war, zwei ineinander verbundene Anlenkhebel  für Servohebel/Taumelscheibe.

Nach ungefähr 5 Stunden Flugzeit ist keine Abnützungserscheinungen erkennbar.

Der  3blättrige Heckrotor, wurde durch einen  2blättrigen  - vom  Doublehorse 9104 – ersetzt.

Die Gewichte für die Paddelstange wurden aus Blei neu geformt, um sie dem Original anzupassen.

Bau des Cockpits:

Suchscheinwerfer

Um die Kanzel innen größer erscheinen zu lassen, habe ich den Receiver  mit Spiegelfolie ummantelt

Durch die Innenausstattung (Sitze, Cockpit,  Steuersäule etc.)  wurde  das Modell erstens schwerer und zweitens sehr Kopflastig. 

Das Mehrgewicht habe ich mit einem X-treme 380er  kugelgelagerten Tuningmotor mit Carbonbürsten und einen leistungsfähigerem Akku ausgeglichen.

Um den  Schwerpunkt um 4cm  nach hinten, Richtung Haupt-Rotorachse,  zu bekommen  musste das Batteriefach inkl. Deckel  total umgebaut werden.

 

Ein relativ kleines Problem dagegen, stellte die Stromleitung für die rote Positionsleuchte auf dem Heckausleger dar. Die Kabel  sollten ja leicht und nicht gleich erkennbar sein.

Ich verwendete dafür  Lackdraht  aus einem kleinen ausrangierten Elektromotor.

 

Vielleicht war ja die Eine –oder Andere Anregung für Euch  dabei.

 

 

 

" Ein Modell-Hubschrauber sollte auch wie ein Hubschrauber aussehen"